Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Josef Kreiml:
„Am Ende dieser Tage sprach Gott zu uns durch seinen Sohn“ (Hebr 1,2)
(FKTh 2013-2, S. 126–135)

Offenbarung ist die Selbsterschließung Gottes auf dem Weg geschichtlichen Handelns. Als die absolut gültige Form der Selbstkundgabe Gottes ist sein Reden in Jesus Christus anzusehen. Die Offenbarung liegt der Heiligen Schrift voraus und schlägt sich in ihr nieder. Dabei ist festzustellen, dass der Glaube der Kirche in einer personalen Begegnung mit Gott gründet. Die endgültige Erfüllung der Offenbarung in Jesus Christus und die Weitergabe der Offenbarung (bzw. die Entwicklung der Glaubenslehre) sind zwei verschiedene Geschehnisse. Johannes vom Kreuz hat darauf aufmerksam gemacht, dass durch das Kommen des Heiligen Geistes das Wort Christi in die Herzen der Menschen eindringt.

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