Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Michael Stickelbroeck:
Das Geheimnis der Eucharistie in der systematischen Theologie Matthias Joseph Scheebens
(FKTh 2014-1, S. 30–45)

Die Studie will die wesentlichen Züge der Eucharistielehre des Kölner Theologen Matthias Joseph Scheeben herausarbeiten. Aufgrund der Inkorporation der Gläubigen in Christus, mit dem sie einen Leib bilden, ist die Eucharistie ein Opfer der Kirche. Sie bringt kein zweites, eigenes Opfer neben dem Opfer Christi dar, kann aber darin eingehen. Ihre oblatio kann nur darin bestehen, sich in die Selbsthingabe Christi an den Vater einbeziehen zu lassen. Eine besondere Bedeutung kommt bei Scheeben der nachkonsekratorischen Epiklese zu, bei der die Kirche darum bittet, ihre eigene Opfergabe mit der objektiven „perlatio“ des himmlischen Christus zu verbinden. Die Idee, die den ganzen Opferakt erklärt, ist die der Einheit zwischen der kirchlichen Darbringung und der Liturgie des Himmels.

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