Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Norbert und Renate Martin:
„Dulden, was an sich unmöglich ist“:
Kritische Anfragen an Walter Kardinal Kaspers Buch „Das Evangelium von der Familie“
(FKTh 2014-3, S. 186–201)

Kardinal Kaspers Vorschlag zu einer neuen Praxis bzgl. des Sakramentenempfangs zivil wiederverheirateter Geschiedener hat - neben der Verunsicherung vieler Gläubiger - zu einer z. T. heftigen weltweiten kontroverstheologischen Diskussion geführt, die die Zeit zwischen den Synoden von 2014 und 2015 ausfüllt. Im vorliegenden Aufsatz werden die verschiedenen Aspekte seines Vorschlags kritisch analysiert (Umkehr und Barmherzigkeit; sakramentale Grundstruktur der Kirche, insbesondere Buße, Eucharistie und Ehe; „sensus fidelium“; Gradualität u.a.). Auch die Hinweise auf die angebliche Praxis der Frühkirche sowie auf die oikonomia-Praxis mancher Ostkirchen werden hinterfragt. „Was an sich unmöglich ist“, scheint mit Lehre und Praxis der Kirche (Konzilien, Aussagen der Päpste und der Glaubenskongregation) unvereinbar.

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