Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Josef Kreiml:
Der Diakon. Was ist von der Forderung nach dem Diakonat der Frau zu halten?
(FKTh 2015-2, S. 134–141)

Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Theologie des Amtes (Bischof, Priester, Diakon) aus dem Geist der altkirchlichen Tradition erneuert. Für die Wiederherstellung des Diakonats als einer eigenen und beständigen hierarchischen Stufe waren missionarische Herausforderungen maßgeblich. Der Diakon ist amtlicher Repräsentant der diakonia Christi. In der frühen Kirche war der Stand der Diakonissen von dem der männlichen Diakone unterschieden. Heute wäre die Einführung einer Diakoninnenweihe allenfalls als Segnung, aber nicht als Sakrament möglich. Die Forderung nach der Weihe von Diakoninnen ist kein geeigneter Ansatzpunkt für die Verwirklichung des berechtigten Anliegens, Frauen mehr Raum und öffentliche Stellung in der Kirche zu geben. Das kann besser und wirksamer im Kontext des Laienapostolates geschehen. In den spezifischen Ämtern kirchlich-menschlichen Rechtes üben Frauen für die Kirche wichtige Dienste aus.

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