Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Osanna Rickmann:
Imago Trinitatis und Gleichgestaltung mit dem Sohn durch das Neue Gesetz
(FKTh 2015-4, S. 275–295)

Die von Christus in seiner menschlichen Natur gelebte Beziehung zum Vater ist der Weg und das lebendige Urbild für das Neuwerden der »Imago Trinitatis«. Für Thomas von Aquin sind die Vollendung der »Imago Trinitatis« und die Nachfolge Christi nicht zwei entgegengesetzte Entwürfe. Vielmehr vereint er beides durch eine trinitätstheologische Sicht der Heilsgeschichte: Der Heilige Geist zieht die Erlösten zu Christus, dem Weg zum Vater. Das »Gesetz des Geistes« (Röm. 8,2) bringt die »Imago Trinitatis« durch Gleichgestaltung mit Christus und Eingliederung in die Einheit der Kirche zur Vollendung. Die Einheit der Kirche ist Abbild der Einheit der göttlichen Personen. Jede einzelne »Imago Trinitatis« findet ihre vollkommene Vereinigung mit Gott durch das Teilhaben am Werk Christi in der Einheit seines mystischen Leibes.

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