Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
Navigation

Zusammenfassung

Rudolf Hilfer:
Transsubstantiation
Zur Naturphilosophie der eucharistischen Wandlung
(FKTh 2017-4, S. 304–318)

Brot und Wein sind materielle Dinge. Normale Materie besteht aus Atomkernen, Elektronen und Photonen. Volumetrisch überwiegen die Photonen. Photonen sind quantisiertes Licht. Die Formulierung der physikalischen Gesetze, denen quantisiertes Licht gehorcht, erfordert Vektorräume mit unendlich vielen Richtungen. Die Formulierung der physikalischen Wirklichkeit von Brot und Wein ist insofern recht abstrakt. Diese Abstraktheit der physikalischen Wirklichkeit normaler Materie gestattet es jedem Christgläubigen mit dem Verstand und ohne Widerspruch zur Physik anzunehmen, daß in der eucharistischen Wandlung ein übernatürlicher Übergang von unsichtbarem natürlichem Licht zu ebenso unsichtbarem übernatürlichem (göttlichem) Licht stattfindet.

© FKTh 2020