Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Johannes Nebel:
Das Herz Jesu als Angelpunkt christlichen Weltverhältnisse
(FKTh 2018-1, S. 28–51)

Die Beziehung zum Herzen Jesu, heute weitgehend subjektiver Frömmigkeit zugeordnet, wird in der vorliegenden Studie in ihrer objektiven Bedeutung erschlossen. Ausgehend von einer Darstellung Rudolf Grabers wird zunächst der vor dem Zweiten Vatikanum ausgeformte Lehrstand der Kirche auf den Welt- und Zeitbezug des Herzens Jesu hin beleuchtet. Im Anschluss daran werden die HerzJesu-Bezüge in den Texten des Zweiten Vatikanums sowie in den Lehrverkündigungen Pauls VI., Johannes Pauls II. und Benedikts XVI. untersucht. Deutlich wird dabei ein paradigmatischer Wechsel von einer objektiven kirchlichen Geltung der Herz-Jesu-Verehrung als cultus und devotio hin zu einem spirituellanthropologisch ausgerichteten pium exercitium.
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