Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Ciril Rütsche:
»Verus philosophus est amator Dei«
Augustinus und die inversive Methode religiösen Erkennern
(FKTh 2018-1, S. 52–62)

Wie bei Augustinus immer wieder zu lesen ist, erkennt der Mensch die ewigen Wahrheiten (veritates aeternae) nur dann, wenn er sie liebt. Doch wie lässt sich angesichts der Aussage aus De spiritu et littera (412), dass es unmöglich sei, »etwas zu lieben, ohne es zu kennen«, daran festhalten? Wie kann die Liebe dem Erkennen vorhergehen, da doch niemand etwas lieben kann, ohne es erkannt zu haben? Hängt dies allenfalls damit zusammen, dass Augustinus nur den Gottliebenden als wahren Philosophen bezeichnet, weil nur er jenes Verlangen in sich trägt, das ihm die prinzipielle Möglichkeit eröffnet, alles, was immer die Menschen Wahres zu erkennen vermögen, auch wirklich zu erkennen?

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