Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Stefan Würges:
»Heiligkeit« als geistliches Konzept für Ehe und Familie
Ein vernachlassigtes Postulat des Zweiten Vatikanischen Konzil
(FKTh 2018-3, S. 190–213)

Auf der Grundlage seiner Dissertationsschrift über die allgemeine Berufung zur Heiligkeit im Zweiten Vatikanischen Konzil legt der Verfasser eine Zusammenschau der Konzilstexte vor, die im Zusammenhang mit der Heiligkeit von Ehe und Familie stehen. Diese Herangehensweise an das Konzilskorpus beruht sowohl auf der kontextuellen Hermeneutik als auch auf der Hermeneutik der Kontinuität. Im Hinblick auf Ehe und Familie setzt der Autor seine Untersuchung am fünften Kapitel der Dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen gentium an und fügt diesem zentralen Kapitel der Kirchenkonstitution die entsprechenden Stellen der relevanten Konzilstexte hinzu. Indem die bedeutenden Aussagen in Gravissimum educationis, Apostolicam actuositatem, Dei Verbum sowie Sacrosanctum Concilium in einer Synthese zusammengefügt werden, entsteht ein geistliches Konzept für Ehe und Familie, das wesentlich vom Thema Heiligkeit geprägt ist und, weil es dem Konzilskorpus entstammt, sich auf die Autorität des Konzils stützen kann.

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