Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Wolfgang Wünsch:
Christologie im Schatten eines Weltstars
Der historische Jesus und die Ernte bei Hans Küng
(FKTh 2021-4, S. 301–317)

Es scheint, dass über die Christologie Hans Küngs alles gesagt ist. Der Graben zwischen „progressiven“ und „konservativen“ Kräften ist schier unüberwindlich, die Argumente sind ausgetauscht. Insbesondere seine Christologie wird mit guten Argumenten als nicht mehr anschlussfähig betrachtet. Andererseits fordert die tiefe Verankerung des Küngschen Denkens in der nicht-orthodoxen, deutschsprachigen Theologie- und Geistesgeschichte und sein immenser Einfluss zu einer intensiveren Auseinandersetzung heraus. Der vorliegende Aufsatz versucht aus der Perspektive einer religionstheologischen Analyse seines Gesamtwerks sowohl wesentliche Elemente der Christologie Hans Küngs kritisch zu würdigen als auch eine konstruktive Antwort auf seine Provokationen zu skizzieren, die konfessionelle und kirchenparteiische Engführungen hinter sich lässt.

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