Vierteljahresschrift für das Gesamtgebiet der katholischen Theologie
Begründet von Kardinal Leo Scheffczyk • ISSN 0178-1626
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Zusammenfassung

Manfred Hauke:
Jesus Christus, der wesensgleiche Sohn des ewigen Vaters
Die Bedeutung des Konzils von Nizäa für den christlichen Glauben in der Gegenwart
(FKTh 2025-4, S. 243–265)

Der Artikel geht zunächst kurz auf das Christuszeugnis des Neuen Testamentes ein, das vom Konzil von Nizäa als maßgeblich vorausgesetzt wird. Das erste ökumenische Konzil im Jahre 325 sollte für die gesamte Weltkirche Maßstäbe setzen. Die verbindliche Glaubensregel (regula fidei) gibt es freilich bereits von Anfang an und zeigt sich im Christusglauben der alten Kirche schon längst vor Nizäa, auch wenn der vorhandene Glaube auf dem Konzil präzisiert wird. Um das Konzil von Nizäa zu verstehen, braucht es sodann einen Blick auf die Irrlehre des Arius, die verurteilt wird. Da das nizänische Glaubensbekenntnis einen philosophischen Begriff aus der griechischen Sprache verwendet (homooúsios, „wesensgleich“), ergab sich die Kritik, das Konzil habe den biblischen Glauben philosophisch verfremdet. Auch auf diesen Vorwurf der „Hellenisierung“ des Christentums wird eingegangen. Vor allem aber geht es schließlich um die bleibende Bedeutung des Konzils von Nizäa für den Glauben an Christus.

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